Nähere Infos zur MASTŪ Weiterbildung

Die vielfältigen Erfahrungen der Kliniker*in aus der Praxis wie auch viele Studienergebnisse weisen darauf hin, dass Stress und Trauma eine der Hauptursachen für Symptome von Menschen in unserer Gesellschaft darstellen. Dies spiegelt sich in den Erkenntnissen des bio-psycho-sozialen Ansatzes wieder, Ziel wäre es demnach, alle beitragenden Faktoren in einem Gesundheits oder Helungssystem mit zu berücksichtigen.
Dabei wird vielen hoch qualifizieten Körpertherapeut*innen bewusst, dass die altbewährten Strategien allein, insbesondere von passiven Behandlungsmethoden und bei chronischen Prozessen, häufig nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen.

Mittlerweile gibt es hierfür vielfältige Möglichkeiten, diese Zusammenhänge neurobiologisch zu erklären und daraus Schlussfolgerungen für die tägliche Praxis zu ziehen. Stichworte wie "Patient*innen-Edukation" sind ebenso gerade aktuell, wie die Themen vom Biopsychosozialen Modell (Engel) oder einfach auch nur die Einordnung der Gesundheitsbewertungen der WHO in Form der ICF.
All dies ist Grundlage und findet unmittelbar Eingang in dieses Kursangebot. Dabei werden die vorgeschlagenen Interventionen möglichst so ausgewählt, dass sie mit Wirksamkeitsstudien hinterlegt sind, ohne dass innerhalb dieses Kurses zu sehr darauf eingegangen werden wird, aber wer sich tiefer mit der Materie beschäftigen möchte, wird die Quellen- und Literaturangaben sehr gut dazu nutzen können.

Ziel dieses Weiterbildungsangebotes ist es also, hier die Brücke zu bauen für Körpertherapeut*innen und Berater*innen, indem folgende Aspekte verwirklicht werden:

1. Die Anwendung grundlegender Kommunikationstheorien: Auftragsklärung, Lösungs- und Ressourcen Orientierung, indirekte Gesprächsführung (z.B. Non-Direktive Vorgehensweisen etc.), mehr

2. Ein modernes Konzept von der Neurobiologie der/des Stressverarbeitung / Autonomen Nervensystems (ANS) anzubieten. Hier wird auf die Polyvagal Theory n. Porges eingegangen, wie auch aktuelle Erkenntnisse aus der Schmerzforschung einbezogen. Die Schlussfolgerungen und Interventionen werden plausibel, für alle Beteiligten. mehr

3. Aktuelle Konzepte zu Trauma und Traumafolgen vorzustellen und in Grundessenzen umsetzbar zu machen, immer mit Respekt vor den Grenzen, die bei schweren Traumafolgestörungen erkennbar werden. mehr

4. Innere Achtsamkeit, Embodiment, Body Sense: Von den traditionsgebundenden Meditationsformen her bekannt, sind heute Achtsamkeitsübungen entwickelt worden, die in ein pragmatisches Interventionssystem übernommen werden können. Inzwischen durch viele Forschungsergebnisse gestützt, ergeben sich auch hier plausibel nachvollziehbare Anwendungsmöglichkeiten. Insbesondere geht es hierbei darum, Veränderungen bewusst erlebbar zu machen und einen wirkungsvollen Transfer in den Alltag zu unterstützen. mehr

5. HRV: Die Herzfrequenzvarialilität/HRV kann als globaler Gesundheitsparameter und als Stressanzeiger angesehen werden. Die Messung der HRV als Indikator für den Zustand des ANS als Befund und Wiederbefundung (Monitoring), das Biofeedback als effektive und wisschenschaftlich erforschte Interventionsmethode. mehr

6. Hypnosystemische Konzepte als ideale Ergänzung u.a. im Sinne einer systemischen Betrachtungsweise vorhandener Symptome, um die darin verborgenen Kompetenzmuster erkennen und nutzen zu können mehr

Es geht also im Vieles !!!

Es ist ein knackiges und doch abgerundetes Seminar in zwei Teilen, Basic und Follow Up, die zusammen gehören und daher nur als Einheit gebucht werden können.
Zusammen sind das 5 Tage intensiven Erlebens und Lernens.

Die Methoden, mit denen vermittelt wird:

- verständlich aufbereitetes theoretisches Wissen,
- Partner- / Gruppenarbeit und -Übungen,
- Demo durch die Lehrperson (des Lehrenden mit Freiwilligen aus dem Kreis der Teilnehmer*innen),
- Schilderungen von Beispielen aus der Praxis.
Die Einladung: es geht auch um Selbsterfahrung, wer sich dem öffnet, hat mehr davon :-).

Bei Interesse, geht es hier zur Anmeldung:
http://www.FiHH.de FiHH, Das Fortbildungszentrum in Hamburg
Über dieses Seminarzentrum können Kurse in MAST gebucht werden, zurzeit in Hamburg und in München.

Wichtige Hinweise:
Dieses Angebot bietet eine Reihe von sehr hilfreichen Interventionstechniken bei Problemen im Bereich Autonomes Nervensystem, Stress und chronischen (Schmerz- und/oder Körper-) Symptomen, zum Thema Traumafolgestörungen wird ein guter Überblick über die Zusammenhänge gegeben.
Diese Weiterbildung kann und will jedoch nicht die Fähigkeiten vermitteln, wie sie durch eine fundierte und umfassende Traumtherapie-Ausbildung, beispielsweise Somatic Expieriencing SE oder das Neuroaffektive Relationale Modell NARM, zu erreichen sind.
auch bei den vielen chronischen Krankheitsbildern aus neurologischen Hintergründen kann es sinnvoll sein, den Blick zu erweitern, es differenziert zu betrachten und dann individuell nach den angemessenen Möglichkeiten zu suchen. Bei sogenannten mulitmorbiden Krankheitsgeschehen sollte allerdings bewusst sein, dass dieses MAST Konzept vermutlich eher nicht so viel Nutzen bringen wird.