5 Gründe für die Weiterbildung MASTŪ

in dem Moment, in dem wir als Körpertherapeut*innen erkennen, dass sich die Genese der Symptome von Klient*innen nicht mehr auf der strukturellen Ebene allein zeigen, sondern immer klarer wird, dass wesentliche betragende Faktoren ganz offensichtlich im Bereich der Emotionen, der Stressverarbeitung, möglicherweise auch mit psyhosozialen Bedingungen zu tun haben, wird es Zeit, sich nach einer Ausweitung der Behandlungskonzepte umzuschauen.

Folgende ergänzende Angebote für die KlientInnen könnten also auch für Körpertherapeut*innen sehr hilfreich sein:

1. Chance: Klare Kommunikation

Wenn nach allen Regeln des Clinical Reasonings die osteopathischen oder manualtherapeutischen/Physiotherapeutischen etc. Interventionen nicht mehr zu einer Verbesserung der Symptome führen, bietet es sich an, den ursprünglichen Auftrag nochmal zu hinterfragen und zu erneuern: klare Kommunikation über die Auftragsklärung. Hier geht es dann besonders auch um Möglichkeiten, die inneren Ressourcen für die Lösungen der Probleme des/der Klient*in zu erkennen und nutzbar zu machen. Auch das aktuelle Stichwort Patient*innen-Edukation gehört hier dazu. Damit geht die Verantwortung der rein passiven Dienstleistung von der/dem Therapeut*in hin zu der/dem Klient*in. Dies erleichtert die Rolle der/des Therapeut*in schon in ganz erheblichem Maße ... mehr

2. Chance: Wissen aktualisiert, Handeln plausibel

Als weitere sehr wirksame Chance gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, über aktuelles Wissen die daraus folgenden Interventionsangebote für die Klient*innen sehr plausibel zu machen. Hier können also Informationen zu dem aktuellen neurophysiologischen Wissenstand der Themen Stress, Autonomes Nervensystem, Schmerz und Trauma begreiflich verfügbar gemacht werden und so zu einer verbesserten Complience der Klient*innen beitragen.
Neben den hochqualifizierten therapeutischen Kompetenzen als Körpertherapeut*in kämen hier also eine Reihe pragmatisch umsetzbarer Interventionen aus den genannten Bereichen hinzu... mehr


... mehr zu Trauma

3. Chance: Innere Achtsamkeit

Innere Achtsamkeit und Embodiment sind in den letzten 20 Jahren so weit erforscht worden, dass es mittlerweile eine Reihe von sehr wirksamen Anwendungsmöglichkeiten gibt, ohne dabei auf traditionelle spirituelle Meditationsformen zurück greifen zu müssen. Hiermit wird bei den KlientInnen die eigene Bewusstheit erhöht und ebenso die eigene Kompetenz bezüglich der Selbstwirksamkeit. ... mehr

4. Chance: HRV, Messung und Biofeedback

Ein innovatives Instrument steht mit der Messung der Herzratenvariablität (HRV) zur Verfügung.
Damit kann in der Praxis der Zustand des Autonomen Nervensystems gemessen werden. Die anschließende Auswertung gemeinsam mit der/dem Klient*in erhöht die Zusammenarbeit mit dem/der Klient*in meistens deutlich.
Dies kann einfach nur genutzt werden, um einen Eingangsbefund mit einem oder mehreren Zwischenbefunden oder einem Endbefund einer Behandlungsserie zu erhalten und zu vergleichen. Damit steht ein objektiveres Mittel zur Wirksamkeitskontrolle des therapeutischen Erfolges zur Verfügung.

Ferner gibt es die Möglichkeit, falls Klient*innen dies wünschen, ein Biofeedback Training der HRV mit einzubeziehen, bei dem auf effektive Weise die HRV (und also die Stressverarbeitung/ANS) traininert werden kann.

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5. Chance: Hypnosystemische Ansätze

Zur Abrundung können Interventionen aus dem Bereich Hypnosystemischer Konzepte das Angebot für Klient*innen erweitern. Hier geht es um spezielle Möglichkeiten, über Aufmerksamkeitsfokussierungen und systemische Betrachtungen, einen anderen Umgang mit den Symptomen zu erkennen und daraus ein anderes inneres Erleben bei den Klient*innen anzubahnen. ... mehr

Es geht also im Vieles !!!

Es ist ein knackiges und doch abgerundetes Seminar in zwei Teilen, Basic und Follow Up, die zusammen gehören und daher nur als Einheit gebucht werden können.
Zusammen sind das 5 Tage intensiven Erlebens und Lernens.

Die Methoden, mit denen vermittelt wird:

- verständlich aufbereitetes theoretisches Wissen,
- Partner- und Gruppenarbeit und -Übungen,
- Demo durch die Lehrperson (des Lehrenden mit Freiwilligen aus dem Kreis der Teilnehmer*innen),
- Schilderungen von Beispielen aus der Praxis.
Die Einladung: es geht auch um Selbsterfahrung, wer sich dem öffnet, hat mehr davon :-).

Bei Interesse geht es hier zur Anmeldung:
http://www.FiHH.de FiHH, Das Fortbildungszentrum in Hamburg
Über dieses Seminarzentrum können Kurse in MAST gebucht werden, zurzeit in Hamburg und in München.



Wichtige Hinweise:
Dieses Angebot bietet eine Reihe von sehr hilfreichen Interventionstechniken bei Problemen im Bereich Autonomes Nervensystem, Stress und chronischen (Schmerz- und/oder Körper-) Symptomen, zum Thema Traumafolgestörungen wird ein guter Überblick über die Zusammenhänge gegeben.
Diese Weiterbildung kann und will jedoch nicht die Fähigkeiten vermitteln, wie sie durch eine fundierte und umfassende Traumtherapie-Ausbildung, beispielsweise Somatic Expieriencing SE oder das Neuroaffektive Relationale Modell NARM, zu erreichen sind.
Auch bei den vielen chronischen Krankheitsbildern aus neurologischen Hintergründen kann es sinnvoll sein, den Blick zu erweitern, es differenziert zu betrachten und dann individuell nach den angemessenen Möglichkeiten zu suchen. Bei sogenannten mulitmorbiden Krankheitsgeschehen sollte allerdings bewusst sein, dass dieses MAST Konzept vermutlich eher nicht so viel Nutzen bringen wird.