Trauma und Traumafolgen

Unter Trauma wird allgemein ein Ereignis oder eine Lebensphase verstanden, die im inneren Erleben von höchster Lebensgefahr, die nicht oder kaum zu bewältigen ist, geprägt ist.
Für uns als Körpertherapeut*innen sind hier die Schlussfolgerungen aus der Polyvagal Theorie besonders wichtig: es gibt zwei unterschiedliche Verteidigungsstrategien des autonomen Nervensystems, Kampf/Flucht Reaktion, die sympathikoton gesteuert sind, und die Erstarrungsreaktion, die vagal gesteuert ist. Bei der Erstarrungsreaktion ist bei Körpertherapie sehr wichtig, diese von einer allgemeinen Entspannungsreaktion unter einer Berührung unterscheiden zu lernen.

Sollten wir als Körpertherapeut*innen im Verlauf unserer therapeutischen Angebote immer wieder eher traumatische Reaktionen hervor rufen, können wir mit gezielten Interventionen bis zu einem gewissen Grade sehr hilfreich die Klient*innen begleiten. Die Gefahr von Retraumatisierungen ist vorhanden und sollte bewusst bleiben: Jede retraumatisierenden Interventionen stärken das Neuronale Netzwerk des Traumas anstatt ein Trauma zu heilen.

Ganz wichtig ist es daher auch, die Grenzen erkennen zu können und gegebenenfalls die Klient*in an fundierte Traumatherapie (z.B. Somatic Expieriencing SE (eher Schocktrauma) oder Neuroaffektives Relationales Modell NARM (auch Entwicklungs- oder Komplextrauma)) weiter zu leiten.

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Zu dem Thema Trauma, Traumafolgen, Komplextrauma, Entwicklungstrauma oder transgenerationales Trauma möchte ich Sie auch auf meine Webseite www.therapieundcoaching.de verweisen.